Am 14.02.2026 fand der geschichtsrevisionistsche Neonaziaufmarsch in Dresden statt. Wenngleich der Aufmarsch dieses Jahr kleiner ausfiel als letztes Jahr, nahmen an dem alljährlichen Szenetreffen wieder zahlreiche Nazis aus Thüringen teil, deren Teilnahme wir im Folgenden dokumentieren. Die größte organisierte Gruppe kam erneut aus Gera und den Strukturen der dortigen rechten Montagsdemo. Doch auch aus dem Spektrum der Splitterpartei „Heimat“, vom verbotenen Netzwerk „Blood and Honour“, aus militanten Kameradschaftsstrukturen und aus dem Rechtsrockbereich kamen erneut TeilnehmerInnen aus Thüringen. Selbstredend durften auch AfD-KommunalpolitikerInnen und -KandidatInnen nicht fehlen. Schreibt uns gern, wenn ihr weitere Personen aus Thüringen identifiziert oder Hinweise zu den abgebildeten Personen habt.
(mehr …)Schlagwort: Martin Gärtlein
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#ehrenlos – Ostthüringer Neonazis beim Wehrmachts- und SS-Gedenken in Budapest

Sebastian Dahl (1.v.r.) beim „Tag der Ehre“ in Budapest am 9.2.2019 (Foto: Recherchenetzwerk Berlin) Zum „Tag der Ehre“ pilgern seit Jahren Dutzende deutsche Neonazis am zweiten Februarwochenende nach Budapest. Das Gedenken an den aussichtslosen Ausbruchsversuch deutscher und ungarischer Nazis aus dem von sowjetischen Truppen umzingelten Budapest im Februar 1945 stellt das jährlich größte Vernetzungstreffen europäischer Neonazis dar. Neben der Möglichkeit, ungestraft SS-Symbole tragen zu dürfen, sind Rechtsrockkonzerte und eine Wanderung auf den Spuren ihrer historischen Vorbilder ein Anziehungspunkt für die gesamte radikale Rechte. Auch aus Ostthüringen fahren seit Jahren Neonazigruppen nach Budapest. Darunter sind militante Kampfsportler, Aktivisten des verbotenen „Blood&Honour“-Netzwerks, bekannte Shoa-Leugner, Neonazi-Burschenschafter mit Vergangenheit im „Thüringer Heimatschutz“, Rechtsrock-Musiker – und Björn Höckes heutiger Fotograf. Unter Mitwirkung eines Apoldaer Rechtsrockers wurde außerdem zu diesem Jahr ein ganzes Themenalbum zum „Ausbruch“ 1945 produziert. Kürzlich begann in Budapest der Prozess gegen Antifaschist*innen, denen Angriffe auf Neonazis beim Gedenken 2023 vorgeworfen werden. Der Darstellung ungarischer Offizieller zufolge handelt es sich beim „Ausbruch“ um ein touristisches Event historisch interessierter SportlerInnen. Dementsprechend sind auch Rechte aus dem Fidesz-Umfeld in die Organisation eingebunden und die Neonazi-Veranstaltung erhält staatliche Förderung. Dieser Verharmlosung und Geschichtsverdrehung wollen wir mit einem Überblick zur Beteiligung militanter Ostthüringer Nazis deutlich widersprechen.
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