Am 14.02.2026 fand der geschichtsrevisionistsche Neonaziaufmarsch in Dresden statt. Wenngleich der Aufmarsch dieses Jahr kleiner ausfiel als letztes Jahr, nahmen an dem alljährlichen Szenetreffen wieder zahlreiche Nazis aus Thüringen teil, deren Teilnahme wir im Folgenden dokumentieren. Die größte organisierte Gruppe kam erneut aus Gera und den Strukturen der dortigen rechten Montagsdemo. Doch auch aus dem Spektrum der Splitterpartei „Heimat“, vom verbotenen Netzwerk „Blood and Honour“, aus militanten Kameradschaftsstrukturen und aus dem Rechtsrockbereich kamen erneut TeilnehmerInnen aus Thüringen. Selbstredend durften auch AfD-KommunalpolitikerInnen und -KandidatInnen nicht fehlen. Schreibt uns gern, wenn ihr weitere Personen aus Thüringen identifiziert oder Hinweise zu den abgebildeten Personen habt.
(mehr …)Schlagwort: Pößneck
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Kommunalwahl-KandidatInnen der AfD im Saale-Orla-Kreis: Mordfantasien und Antisemitismus
Im Saale-Orla-Kreis kandidiert die AfD für den Kreistag sowie die Stadträte in Pößneck, Neustadt/Orla, Schleiz und Triptis. In früheren Artikeln gingen wir bereits mehrfach auf den AfD Gebietsverband Saale-Orla und dessen enge Vernetzung mit Reichsbürger- und Neonazi-Netzwerken ein (siehe 1, 2, 3). Im Folgenden wollen wir uns nun einigen KommunalwahlkandidatInnen widmen, die bisher weniger Beachtung gefunden haben. Hier gehören Nazi-Propaganda und antisemitische Verschwörungsmythen zum guten Ton.
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Offener Antisemitismus bei der AfD in Gera
Am vergangenen Freitag (16.10.2020) rief der AfD-Stadtverband Gera zu einer Kundgebung vor dem Kultur- und Kongresszentrum in Gera auf. Als Redner waren die Landtagsabgeordneten Dieter Laudenbach und Wolfgang Lauerwald sowie die Bundestagsabgeordneten Robby Schlund und Stephan Brandner angekündigt. Neben diesen AfD-Vertretern wurde auch der Zeulenrodaer Antisemit Frank Haußner als Redner für die Veranstaltung angekündigt. Antisemitismus ist in der AfD nichts Neues. Vor allem im Thüringer Landesverband unter der Führung von Björn Höcke ist dieser fester Bestandteil der faschistischen Ideologie der Partei. Jedoch wurden die antisemitischen Elemente in der Vergangenheit auf öffentlichen Veranstaltungen noch mehr oder weniger versteckt geäußert. Am vergangenen Freitag wurde nun einem offen auftretenden Antisemiten und Reichsbürger von der AfD Gera eine Bühne geboten und seinem Antisemitismus starker Applaus gespendet, auch von Seiten der AfD-Abgeordneten.

MdL Wolfgang Lauerwald (links), Frank Haußner (Mitte) und MdB Stephan Brandner (rechts) auf der Bühne der AfD-Kundgebung am 16.10.2020 in Gera (Bild: Rechercheportal Jena-SHK)


